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Media Center gesucht

Monday, April 6th, 2009

Ich würde mir gerne ein All-In-One-Gerät zum Musikhören, Filme schauen und täglich wiederkehrende Informations-Abfragen (z.B. Wetterbericht) zusammenstellen.

Folgende Eigenschaften sind mir wichtig:

  • Linux ist installierbar und unterstützt sämtliche im Folgenden geforderte Hardware (Open Source bevorzugt, aber für Gerätetreiber würde ich hier evtl. eine Ausnahme machen)
  • Bildschirm mit mindestens 720p-Auflösung (1280 x 720)
  • genügend Leistung, um Filme von BlueRay-Discs abzuspielen (Bild- und Tondekodierung; Kopierschutz optional)
  • 3D-Leistung fast irrelevant, genügend Stoff für moderne Desktop-Effekte wäre nett
  • DisplayPort oder HDMI-Ausgang mit Ausgabe von 1080p24 (1920 x 1080 mit 24 Vollbildern pro Sekunde) für zukünftigen Videoprojektor
  • Audio-Ausgabe über qualitativ hochwertige 5.1-Ausgänge für zukünftigen Heimkino-Verstärker
  • Ethernet und WLAN 802.11n (mindestens 2 Antennen)
  • BlueRay/DVD-Laufwerk (Slot-In) wäre zwar praktisch, ist aber nicht unbedingt notwendig
  • am besten Bedienung via Touchscreen (Single-Touch reicht); als Notlösung sonstige Eingabemöglichkeit direkt am Gerät (für Tastatur und Maus ist kein Platz)
  • möglichst flach wandmontierbar
  • geringer Stromverbrauch und geräuschlos im Idle-Zustand (hierzu zählt auch simples Musikabspielen)

Ich stelle mir vor, daß das Gerät an einem zentralen Platz in meiner Wohnung hängt und immer eingeschaltet ist. Es kennt im Prinzip zwei Nutzungsprofile: Im Normalfall beschallt es diverse in der Wohnung verteilte Boxen mit Musik von Internetradios oder einem UPnP-Server in gemäßigter Lautstärke. Wenn ich einen Film sehen will, schaltet die Audioausgabe auf ein fest definiertes 5.1-Setup um und der Video-Ausgang tritt in Aktion. Auch wenn gerade kein Medienkonsum stattfindet, sollen Informationen wie Wetterbericht oder Abfahrtszeiten der Tram einfach erreichbar sein.

Im Idealfall erkennt das Gerät, daß ich mich nicht innerhalb der Wohnung aufhalte (z.B. durch “Abwesenheit” meines Handies) und schaltet alles ab, was nicht zum automatischen Aufwachen notwendig ist.

Für die Zukunft stelle ich mir noch diverse “Home Automation”-Aufgaben vor, z.B. Überwachung von Strom-Verbrauchern, Fenster/Tür-Sensoren, u.s.w. Da es hier aber immer noch keinen treibenden Standard gibt, klammere ich dieses Thema erstmal aus. Ebenfalls out-of-scope sind technisch aufwändige Computerspiele (für diese habe ich einen Spiele-Rechner) sowie die Archivierung von Daten (dafür plane ich einen separaten NAS-Server, der dann auch einen UPnP-Share bereitstellen wird).

Ich hab mich mal ein bisschen umgesehen:

  • Netbooks sind preislich sehr attraktiv, es gibt aber nur sehr wenige mit HDMI-Ausgang und gar keine mit Touchscreen. Die geforderten Audio-Ausgänge müßte ich über eine externe Soundkarte realisieren, da Notebooks generell nur einen Stereo-Ausgang besitzen. Außerdem müßte ich die Geräte quasi komplett aufgeklappt an der Wand befestigen, was zumindest etwas unkonventionell ist.
  • Nettops gibt es noch sehr wenige, und die wenigen sind scheinbar nicht wandmontierbar, sondern verlassen sich auf einen Ständer. Das Dell Studio One 19 wäre ein interessantes Gerät mit Touchscreen und BlueRay-Laufwerk, jedoch fehlt ein Video-Ausgang.
  • Der Apple iMac hat leider weder Touchscreen noch eine Eingabemöglichkeit direkt am Gerät, würde aber wohl sonst die meisten meiner Bedingungen erfüllen. Linux ist auf Apple-Geräten immer noch ein etwas holpriger Weg, geht aber wohl. Es wäre auch ein MacBook denkbar, dessen großzügiges Touchpad eine echte Alternative zum Touchscreen darstellen könnte.
  • Mein altes Dell Latitude X1 erfüllt nur sehr wenige der Anforderungen (keine passenden Ausgänge, zu wenig Leistung, u.s.w.). Da es absehbar zur Disposition steht, könnte es aber zumindest übergangsweise den akkustischen Teil abdecken. Immerhin wäre der Stromverbrauch mit 10W geradezu traumhaft.

Mich wundert eigentlich, daß es die von mir gewünschte Gerätegattung nicht fertig zu kaufen gibt. Vor allem in Küchen wäre das doch praktisch, mit Hinblick auf den zusätzlichen Usecase des “elektronischen Rezeptbuchs”.