Portal

October 21st, 2007

Weitere 6 Stunden Spielzeit, und ich habe auch “Half-Life 2: Portal” geschafft. Wow, ich bin fix und alle! Portal braucht sich athmosphärisch nicht hinter Episode 2 verstecken. Schauplatz ist ein Testlabor, gegen das Black Mesa wie ein Spielplatz der Experimentalphysiker aussieht. Test-Subjekt ist man natürlich selbst, und Hilfe (nebst dummen Sprüchen) gibt’s von einer allgegenwärtigen schrecklich schrägen Computerstimme. Die Rätsel fangen sehr einfach an, und der Schwierigkeitsgrad steigt nur langsam. Die letzten Puzzles sind dann aber doch recht knifflig und erfordern teilweise mehrere Versuche. Bis auf die Portale selbst, die wirklich grandios umgesetzt sind, gibt es keine spektakulären Effekte. Auch keine Waffen – nur die eigenen Hände und eine Portal-Kanone stehen zur Verfügung.

Das Spiel wäre bis hier vielleicht nicht wirklich aufsehenserregend. Doch Half-Life wäre nicht Half-Life, wenn Experimente immer gelingen würden…

Auch Portal weist einen Developer Commentary auf, den ich mir streckenweise bereits angehört habe. Hier lernt man z.B. einiges über Game Design.

Fazit: Super!

Half-Life 2: Episode 2

October 13th, 2007

Episode Two hat es in sich! Die Spielzeit ist zwar auch nicht länger als Episode One, aber die ca. 6 Stunden sind unheimlich dicht gepackt. Ganz im Stil von Half-Life 2 “Episode 0″ überstürzen sich die Ereignisse und man findet selten einen Platz zum Verschnaufen. An vielen Details wird man vorbeigehetzt oder fährt im Fahrstuhl daran vorbei. Wie schon erwartet spielt ein Großteil der Episode in der Natur, wobei natürlich auch Militärbasis-Erforscher nicht zu kurz kommt. Das beste: Bei Episode Two kommt eigentlich gar kein Geschmack zu kurz! Hat jemand hier Road-Movie gesagt? Alle meine Kritikpunkte an Episode One sind behoben! Sogar die Story wird ein ganzes Stück vorangetrieben. Das waren definitiv die besten 50 km Wegstrecke die Gordon Freeman bisher zurückgelegt hat!

Auch die Engine hat kräftig zugelegt. Die Zerstörung von Gebäuden und sonstigen Baustrukturen wird sehr eindrucksvoll eingesetzt. Zum ersten Mal kommt HDR so richtig zur Geltung (dank der zahlreichen Outdoor-Szenen). Auf meinem Rechner lief das Spiel in 1920 x 1200 durchgehend flüssig, bei maximalen Details – eine Augenweide! Es gibt auch einen Developer Commentary (wie bei Lost Coast) – wahrscheinlich werde ich das Spiel damit nochmal durchspielen.

Fazit: super!

Aaaber: Man sollte alle vorangegangenen Teile vorher gespielt haben, es gibt reichlich Bezüge auf die früheren Erlebnisse.

Lord of the Rings Online

September 22nd, 2007

Ich habe in den letzten Tagen noch ein bißchen Zeit in LOTRO gesteckt. Außerhalb der “Intro-Welt” sind einige meiner Kritikpunkte nicht mehr gültig. Als erstes sei hervorzuheben, daß LOTRO sehr wohl eine große, durchgehende Karte besitzt. Man kann also ohne Bruch von Hobbingen nach Rivendell spazieren, und das dauert ohne Pferd sicherlich 2 Stunden Spielzeit! Und ratet mal, was ich gemacht hab? Ich habe meinen Mittelerde-Atlas herausgekramt und habe ein wenig Sightseeing gemacht. Das erste Ziel war Bags End, die Wohnung von Bilbo und Frodo. Ein ehrenswertes Gefühl, auf Bilbos Apfelplantage Äpfel pflücken zu dürfen… Und – etliche Stunden später – die Aussicht von der Wetterspitze ist umwerfend (wenn da nicht ständig dieses schlechte Wetter wäre…).

Die Quests geben einem sehr viel Spielraum. So gibt es eine durchgehende Hauptstory, die von Quests getrieben wird. Wenn man will, stürzt man sich einfach auf diese Hauptquest und läßt die kleinen Wehwehchen der Bürger links liegen. Wobei mir auch die kleinen Quests sehr viel mehr Spaß gemacht hat als noch in der Intro-Welt, denn man lernt die Leute richtig kennen. Wer mit wem im Streit liegt, etc. Da gibts auch echt witzige Quests, z.B. soll man im Auenland Nahrungsmittel von A nach B transportieren, dabei aber den überall vorhandenen “Hungrigen Hobbits” aus dem Weg gehen. Jaja, Hobbits essen halt gerne…

Sogar Streicher habe ich getroffen, aber der wollte mir aufgrund meines niedrigen Levels noch keine Aufgabe geben.

Man kann aber auch sogenannte “Deeds” sammeln, z.B. alle Ruinen von Eriador besuchen oder alte Stätten der Dunedain aufsuchen. Belohnungen bleiben jedenfalls nicht aus.

Es bleibt natürlich dabei, letztendlich gibt es nur die Elemente: Besiege Monstergruppe, Rede mit X, Finde Gegenstand Y, Transportiere Gegenstand Z von A nach B. Aber in Gothic II gabs auch nur diese Elemente, und trotzdem waren die Quests genial. LOTR kommt nicht ganz an diese Quest-Qualität, was aber weniger an den Aufgaben(-Ketten) hängt sondern eher an der teilweise lieblosen Formulierung der Texte. Auch die von Gothic II bekannte Alternativen-Vielfalt fehlt bei LOTRO, es gibt zwar viel zu tun aber man kann scheinbar alles machen, muß sich also nie entscheiden.

Insgesamt kommt bei dem Spiel richtig Athmosphäre auf, was natürlich vor allem Tolkien zu verdanken ist. Ich bin versucht, nach der Demo-Zeit zu subscriben. Auf alle Fälle toppt das Spiel in meinen Augen World of Warcraft und (wenn man das überhaupt vergleichen kann) Guild Wars.

Ach ja, ab Level 10 kann man einen Monster-Charakter erschaffen und in instantiierten Quests (Raids) gegen die Menschen kämpfen!