In Vorfreude auf die herannahende mobile Internet-Flatrate habe ich mir schon mal Google Maps für Symbian auf mein Nokia E70 installiert. Warum habe ich das nur nicht schon früher getan? Auch ohne GPS kennt Maps meinen ungefähren Standort, besser gesagt den Standort des Mobilfunkmastens, mit dem mein Mobiltelefon gerade Kontakt hat. Meine Umgebung wird übersichtlich dargestellt; neben dem auch von der Web-Version bekannten Stadtplan mit seinen verschiedenen Zoom-Stufen gibt es auch die Satellitenansicht. Endlich lohnt sich das hochaufgelöste Display des E70 mal so richtig!
Bei der Verwaltung von Placemarks zeigen sich dann allerdings Schwächen: Es gibt nämlich keine. Google verweist frech auf die von Nokia vorinstallierte Landmarks-Anwendung, die jedoch ohne GPS vollkommen unbrauchbar ist. Schade, daß man nicht einfach Adressen aus dem Telefonbuch übernehmen kann. Naja, für das ein- oder andere Pathfinding kann ich auch mal eine Adresse von Hand eingeben – dank qwertz-Tastatur. Immerhin merkt sich das Programm die letzten eingegebenen Orte.
Google holt wirklich einiges aus dem E70 raus, was man angesichts der teilweise quälend langsamen Nokia-Software gar nicht für möglich gehalten hätte: Maps ist flüssig zu bedienen und die Karten-Kacheln werden zumindest via WLAN flüssig nachgeladen.
Leider gibt es noch keine Ansätze für Meshups (z.B. geo-getaggte Photos) – ob das in der mobilen Welt Android vorbehalten bleibt?
Jetzt wäre für mich erstmal ein Hardware-Update angesagt: Ein Smartphone mit GPS und Touchscreen stünden Google Maps gut zu Gesicht. Doch auch bis dahin wird Google Maps für’s erste mein Begleiter sein.


