Archive for March, 2008

Legend (Browserspiel)

Friday, March 28th, 2008

Ich hab mir kürzlich Legend angesehen, das (offizielle?) Browserspiel zum im letzten Herbst erschienenen PC-Spiels Legend - Hand of God.

Das in Flash implementierte Spiel erzeugt Stimmung, indem es die professionellen Grafiken aus dem PC-Spiel (wieder-)verwendet. Das Spielprinzip könnte aber banaler nicht sein:

Entweder, man erfüllt einen Auftrag. In einem kurzen Text erfährt man, worum es geht. Wenn man akzeptiert, muß man 10-15 Minuten Reisezeit abwarten. Ja, einfach nur abwarten, während eine Progress Bar hochläuft. Am Ende steht dann ein Kampf, der mit dem angekündigten Konflikt nicht das geringste zu tun hat. Ähnlich wie bei Kingdom of Loathing hat man im Kampf keine Einflußmöglichkeit.

Alternativ kann man “auf der Strasse” andere Spieler überfallen, die sich ebenfalls nicht wehren können.

Für erfolgreiche abgeschlossene Aufträge erhält man Erfahrung und Gold, bei anderen Spielern gibt es Ruhm und Gold zu gewinnen respektive zu verlieren. Mit Gold bessert man entweder seine Attribute auf oder kauft beim Händler bessere Waffen und Rüstungen.

Das war’s. Ich frag mich, wie man mit so einem Spiel über 100.000 Spieler anziehen kann? Ok, nachdem ich in den zweiten Level aufgestiegen war, hatte ich laut Ruhmeshalle bereits die Hälfte der Spieler hinter mir gelassen. Aber immerhin scheinen 50.000 Spieler länger als ich gespielt zu haben.

Experience 112

Monday, March 3rd, 2008

Angespornt vom Laune machenden Bericht im c’t hab ich mir die Demoversion des ungewöhnlichen Adventures “Experience 112″ angesehen. Athmosphärisch erinnert mich das Spiel an eine Mischung von Portal (gemeint ist das C64-Urgestein), System Shock, Alone in the Dark und Bad Mojo. Man kann die Hauptfigur, die Überlebende eines mißglückten (mutmaßlichen) Experiments auf einem Forschungsschiff, nicht direkt steuern, sondern hat nur Zugriff auf ein Netz von Überwachungskameras, durch die man das Geschehen mitbekommt. Durch Aktivieren und Deaktivieren von Lichtern, Türen und anderen mit Strom betriebenen Appliances lockt man die Protagonistin von Raum zu Raum.

An der Umsetzung hapert es aber meines Erachtens massiv. Nicht nur sind die Räume sehr unübersichtlich und man checkt gar nicht, was die Protagonistin gerade entdeckt hat - schon weil man regelmäßig gerade eine falsche Kamera gewählt hat. Auch das User-Interface ist extrem kluttered und eigentlich das beste Beispiel dafür, daß das Konzept Fenster sich im Zusammenhang einer GUI einfach überholt hat. In kürzester Zeit hat man diverse Kameras, Logins, E-Mails, Dateien etc. offen und wüscht sich sehnlichst eine Expose-Funktion. Oder auch einfach ein für Spiele ganz normales User-Interface ohne Fenster. Die indirekte Steuerung der Spielfigur verlangt dem Spieler einiges an Geduld ab: Die Demo besteht eigentlich nur aus einem eher banalen Rätsel, dessen Lösung von Anfang an klar ist. Aber eine Stunde sollte man sich trotzdem Zeit nehmen.